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Schulinterne Eröffnungsveranstaltung

Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 führten wir in den Projektschulen die jeweils eintägige schulinterne Eröffnungsveranstaltung durch. Je nach den Ansprüchen und Voraussetzung der Schule, gestaltete sich der Tag mit den SchülerInnen, Eltern, PädagogInnen, der Schulleitung und den Gästen individuell. Das jeweilige Vorgehen können Sie in den Ergebnisdokumentationen nachvollziehen.

Einleitende Phase

Die Eröffnungsworte übernahm entweder die Geschäftsleitung des Trägers oder die Schulleitung. Anschließend übernahm das Projektteam und stellte sich vor. Unmittelbar danach bekam die Schulgemeinschaft Zeit, ihre ersten Gedanken zu ‚einer Schule für alle’ auf Moderationskarten aufzuschreiben. Im vorgegebenen Fokus standen Wünsche und Träume; Ängste und Befürchtungen und in einigen Schulen auch Ideen zu einer Schule für alle. Die Moderationskarten wurden für alle sichtbar aufgehängt. SchülerInnen, die (noch) nicht schreiben konnten, wurden von MitschülerInnen oder Erwachsenen unterstützt. Die einleitende Phase endete mit einer Präsentation zum Handlungsprogramm "Vielfalt-in-Bildung. Eine Schule für alle - jetzt!" mit seinen Ideen und Erwartungen.

PDF-IconVorstellung Schulprojekt
PDF-Datei, 1,1 MB

Nach einer Pause, in der sich jede/r mit Getränken, belegten Brötchen oder Keksen stärken konnte, stiegen wir in die Zukunftswerkstatt ein.

Zukunftswerkstatt (Prof. Burow)

„Utopische Ziele sind gleich Fixsterne am Horizont: Sie sind sehr weit weg, aber von großer Leuchtkraft.“ (Weinbrenner/Häder, 1997, 49)

Teil 1 – Wertschätzende Schulentwicklung

In diesem ersten Teil richteten die Anwesenden ihr Augenmerk auf positive Erlebnisse, die jede/r mit ‚Schule’ verbindet. Die Aufmerksamkeit wurde auf optimale Lern- und Lehrsituationen oder auf Situationen erfolgreicher Zusammenarbeit innerhalb der Schule gelenkt. Es sollten Situationen in Erinnerung kommen, von denen die Person sagen würde, dass sie sich so das Schulleben vorstellt. Auf einem vorbereiteten Blatt wurden die Erlebnisse aufgezeichnet und knapp beschrieben und in den Arbeitsgruppen ausgetauscht. Eine Aufgabe war es ebenfalls, pädagogisch bedeutsame Gemeinsamkeiten der Erlebnisse herauszufinden. Anschließend erzählte jede Arbeitsgruppe die „schönste“ Geschichte im Plenum und stellte die pädagogisch bedeutsamen Gemeinsamkeiten vor. Dieses Vorgehen kann eine Schulgemeinschaft anregen, eigene Stärken zu entdecken und sich selbst für ihren Schulentwicklungsprozess zu inspirieren. Das zeichnerische Element dieser Aufgabe regt zu kreativem Denken an und bezieht Schüler/innen ein, die noch nicht schreiben und lesen können.

Teil 2 – Visionsphase

Im Zusammenhang mit der Zukunftswerkstatt wird in der Literatur wiederholend auf folgendes hingewiesen: Wir können nur neue Möglichkeitsräume kreieren, wenn wir in die Zukunft blicken und uns von der Vergangenheit und der Gegenwart lösen. Das verlangt, in neue Richtungen zu denken und für Probleme und Herausforderungen, Lösungsansätze mit Innovationspotenzial zu entwickeln und danach zu handeln. Mit Unterstützung einer Phantasiereise in das Jahr 2020 konnte jede/r „ohne ABER“ seine Vision von seiner Traumschule gestalten. Anschließend malten die Teilnehmenden ihr Zukunftsbild mit bunten Farben. In Arbeitsgruppen tauschten sie sich darüber aus und brachten die einzelnen Visionen in eine gemeinsame Vision zusammen. Danach stellten Vertreter/innen der Gruppe ihre Schule im Jahr 2020 entweder sprachlich oder im Rollenspiel vor. Durch die Begegnung mit Zukunftsentwürfen der anderen, entsteht eine Horizonterweiterung (vgl. Burow, 2011). Daraus lassen sich die gemeinsame Handlungsrichtungen erkennen.

Zukunftsplanung (Boban)

An einer Schule entschieden wir uns, die Methode der Zukunftsplanung mit MAP (Making Action Plan) und PATH (Planning Alternatives Tomorrow with Hope) anzuwenden. Dieses Vorgehen ermöglicht, sich über verschiedene Phasen der gemeinsamen Situation bewusst zu werden, sie zu sortieren, um daraus konkrete Handlungsschritte abzuleiten, die in einem Aktionsplan münden.

Teil 1 MAP – Making Action Plan

Der erste Teil wird vom MAP-Prozess bestimmt. Nach einer Vorstellungsrunde werden die Wünsche und Träume geäußert, die für die Umsetzung z. B. des eigenen Schulkonzepts bestehen. Anschließend werden sehr knapp die Albträume benannt, d. h. welche Ängste und Befürchtungen bestehen, wenn sich Bedingungen ungünstig entwickeln. Folgend ging es mit dem Potential weiter, die das Schulkonzept besitzt. Mit der Benennung konkreter Unterstützungsbedarfe für die Erfüllung der Träume und Wünsche endete der MAP-Prozess.

Teil 2 PATH - Planning Alternatives Tomorrow with Hope

Im zweiten Teil nutzten wir Elemente des PATH. Hierbei entsteht zuerst der Nordstern mit seinen leitenden und orientierenden Vorstellungen für die Arbeit. Während einer Zeitreise in das Jahr 2013 blickten die Anwesenden auf zwei erfolgreiche Schuljahre zurück. Sie beschrieben, was sie alles geschafft haben und welche Erfolge sie verzeichnen. Die Zukunft wird hier zur Gegenwart. Diese sehr dynamische Phase ermöglicht, sich von der aktuellen Situation zu lösen und Visionen zu entwickeln. Sie löste am Ende aber auch ein Gefühl von Überforderung aus, weil es viel zu tun gibt. Deshalb ist es wichtig, Stärkungsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen, die auf dem Weg gebraucht werden. Anschließend fokussierten sie aus dem Bild der Zeitreise solche Gedanken, die sich aktuell realisieren lassen. Damit erhielten sie Anhaltspunkte für erste Handlungsschritte, die in einem Aktionsplan systematisiert und konkretisiert wurden.

Index für Inklusion (Boban/Prof. Hinz)

Der Index für Inklusion ist ein bewährtes Schulentwicklungsmaterial, den wir als Angebot in die Projektschulen einbringen. Aufgrund seiner inhaltlichen und zeitlichen Strukturierung, kann der Index die Schulgemeinschaft zielgerichtet unterstützen, sich einem inklusiven, demokratischen Schulentwicklungsprozess anzunähern. Wir gaben in einer theoretischen Vorstellung einen ersten Einblick. Zeitlich schlägt der Index ein Phasenmodell vor und inhaltlich gliedert er sich in drei Dimensionen: inklusive Kulturen, inklusive Strukturen und inklusive Praktiken. Diese unterteilen sich jeweils in zwei Bereiche. Die Bereiche differenzieren sich in eine unterschiedliche Anzahl von Indikatoren. Zu jedem Indikator gehören unterschiedlich viele Fragen. Diese Herangehensweise lässt bereits erkennen, dass es mit dem Index für Inklusion möglich ist, das komplexe Schulleben auf konkrete und greifbare Ansätze zu bringen. Um das Material besser kennenzulernen, gaben wir den Anwesenden Zeit, sich in Arbeitsgruppen aus einem Bereich für ihren ‚Lieblingsindikator’ zu entscheiden und aus diesem über die ‚Lieblingsfrage’ gemeinsam zu reflektierten. Anschließend stellten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse und ersten Lösungsansätze vor, aus denen erste ‚Baustellen’ erkennbar wurden.

PDF-IconPräsentation des Index für Inklusion
PDF-Datei, 355 kb

Projektorganisation

Bevor wir uns voneinander verabschiedeten trafen wir erste Vereinbarungen in Bezug auf die Bildung einer Steuergruppe und um die Bemühung eines Kritischen Freundes oder einer Kritischen Freundin. Der Kritische Freund/ Die Kritische Freundin ist eine externe Person, die der Schule freundschaftlich gegenübersteht. Gegenseitige Abhängigkeiten bestehen nicht. Durch den fremden Blick von außen kann sie Aspekte des Schulalltags leichter in Frage stellen und den Prozess förderlich unterstützen und bereichern.
Das Projektteam überreichte der Schulgemeinschaft ein Projektposter zum Aushängen im Schulgebäude und einen Portfolio-Ordner, in dem das Projekt über die nächsten zwei Schuljahre dokumentiert wird.

In den folgenden Dokumentationen geben wir Ihnen einen Einblick, welche Ergebnisse durch die einzelnen Elemente von den Teilnehmenden hervorgebracht wurden.

Katharinenschule – Gymnasium Egeln

PDF-IconErgebnisdokumentation der schulinternen Eröffnungsveranstaltung in der Katharinenschule, Schneidlingen am 01.09.2011
PDF-Datei, 888 kb

Evangelisches Schulzentrum Martinschule

PDF-IconErgebnisdokumentation der schulinternen Eröffnungsveranstaltung im Evangelischen Schulzentrum Martinschule, Greifswald am 16.09.2011
PDF-Datei, 6,8 MB

Finneck-Schule „Maria Martha"

PDF-IconErgebnisdokumentation der schulinternen Eröffnungsveranstaltung in der Finneck Schule „Maria Martha“, Rastenberg am 04.10.11
PDF-Datei, 8 MB

Luise-Scheppler-Schule – Grundschule Sorsum

PDF-IconErgebnisdokumentation der schulinternen Eröffnungsveranstaltung in der Luise-Scheppler-Schule, Hildesheim am 12.10.11
PDF-Datei, 6 MB

Ev. Ganztagsschule mit Bildungshaus, Gellmersbach

PDF-IconErgebnisdokumentation der schulinternen Eröffnungsveranstaltung in der Ev. Ganztagsschule mit Bildungshaus, Gellmersbach am 08.11.11
PDF-Datei, 4 MB

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Aktuelles

Das Projekt „Vielfalt-in-Bildung. Eine Schule für alle - jetzt!“ ist abgeschlossen. Die Projektdokumentation finden Sie hier.

 
Programmträger:
blaues Logo mit dem Schriftzug BeB Bundesverband evangelische Behindertenhilfe rot-weisser Schriftzug Aktion Mensch blauer Schriftzug Diakonie und Bildmarke Kronenkreuz